Ende 2005 entschlossen sich einige HochschullehrerInnen dazu, einen bundesweiten „Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit" (AKS) ins Leben zu rufen. Die Notwendigkeit eines derartigen Arbeitskreises stellt/e sich aufgrund einiger zentraler Sachverhalte, so u.a. in Anbetracht

 

1.) aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen (Stichworte: Globalisierung, Neoliberalismus, „Vermarktwirtschaftlichung“ weiter gesellschaftlicher Bereiche, und in der Folge zunehmende soziale Ungleichheit, zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut usw.);

 

2.) des "Zustands" Sozialer Arbeit in Theorie und vor allem in Praxis und Ausbildung;

 

3.) der Unzufriedenheit von Praktikern und Praktikerinnen, Studentinnen und Studenten mit Entwicklungstendenzen Sozialer Arbeit sowie den (Arbeits-)Bedingungen sozialarbeiterischer/ sozialpädagogischer Praxis;

 

4.) verstreuter Aktivitäten einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen an Fachhochschulen und Universitäten sowie in diversen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit.

 

Mit der Konstituierung des AKS wurde beabsichtigt und auch realisiert, ein gemeinsames Forum für die (Weiter-)Entwicklung einer kritischen Theorie und Praxis Sozialer Arbeit zu schaffen; nicht nur, um die individuellen Anstrengungen um eine kritische Theorie und Praxis Sozialer Arbeit in einem gemeinsamen Projekt zu bündeln, sondern auch, um eine kritische Praxis und Gegenöffentlichkeit zum Mainstream Sozialer Arbeit und Sozialpolitik sowie zum hegemonialen neoliberalen Diskurs weiter zu stärken.

 

Weitere Infos zu den verschiedenen Regionalgruppen: http://www.kritischesozialearbeit.de/


17.-19. November 2017 - AKS Bundestreffen an der PH Freiburg

Kritik des aks Hamburg an der Entscheidung des AKS-Bundestreffenin München vom Nov. 2016 das nächste Treffen vom ursprünglich geplanten Dresden nach Freiburg im Nov. 2017 zu verlegen (Auszug): "Eine große Mehrheit lehnte [in München übereilt ganz an Schluss] nach lebhafter Diskussion ab, nach Dresden zu gehen. Zu diesem Ergebnis gelangten die Teilnehmer_innen des AKS-Bundestreffens 2016, nachdem eine Kollegin eingewandt hatte, dass sie sich aufgrund ihres Migrationshintergrunds in Dresden nicht sicher fühlen würde. Das ist eine Entwicklung, die auf mehreren Ebenen erschreckend und bedenkenswert erscheint. Wir hätten mit der Äußerung auch anders umgehen können. Eine Teilnehmerin benennt ihre Angst vor möglichen Gefahren in Dresden aufgrund ihres Migrationsvordergrundes. Wäre dieser Angst nicht vielmehr offensiv zu begegnen?..."

Vor diesem Hintergrund bekommt der Satz in der Ankündigung des Treffens in Freiburg eine ganz besondere Bedeutung: "Teilweise agieren wir als Akteur_innen Sozialer Arbeit hilflos, teilweise unterstützen wir diese Strukturen oder produzieren sie sogar durch vermeintlich professionelles Handeln selbst."