EU-Flüchtlingsabkommen mit Mali ist zynisch. Fliehende in Kriegsgebieten einsperren ?

„Einerseits will die Bundesregierung mehr Soldaten nach Mali schicken, weil die Lage dort sehr gefährlich ist, andererseits schließt die EU ein Abkommen mit dem Land, um die Menschen dort an der Flucht zu hindern. Dies ist an Zynismus kaum zu überbieten“, kommentiert Niema Movassat, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das Flüchtlingsabkommen zwischen der Europäischen Union und Mali." Auszug aus einer Pressemitteilung von Niema Movassat Linksfraktion im Bundestag vom 12. Dez. 2016


Jugendarbeitslosigkeit 2016 in Tunesien bei 40 Prozent. No future...

Im Jahr 2015 waren nach Angaben von Minister de Maizière etwa 10.000 Marokkaner, 13.000 Algerier und 2.500 Tunesier nach Deutschland gekommen ... .

Zwischen 3.000 und 7.000 Tunesier, die Angaben variieren, sollen sich dem „Islamischen Staat“ oder al-Qaida in Syrien, im Irak, in Mali oder im Nachbarland Libyen angeschlossen haben...

 

Ein Untersuchungsbericht des tunesischen Justizministeriums zum Profil der Terroristen zeigt: 90 Prozent der in Tunesien wegen Terrordelikten Verurteilten sind zwischen 18 und 34 Jahre alt. 98 Prozent sind Männer, 70 Prozent alleinstehend. 40 Prozent haben eine universitäre Ausbildung, 45 Prozent sind Arbeiter. Sie kommen zu 32 Prozent aus den ärmeren Stadtvierteln um Tunis, 14 Prozent aus dem Armutsgürtel um Sidi Bouzid, 49 Prozent unter ihnen haben eine militärische Ausbildung. Radikalisiert wurde der Großteil in Moscheen.... ausführlich: TAZ 23.01.2017


"Leichenbilanz" europäischer Abwehr von Geflohenen 2016:    5000          ein Vorbild unserer "westlich-christlichen Wertegemeinschaft" ?

 Mehr als 5.000 Menschen auf der Flüchtlingsroute starben im Mittelmeer (TAZ 23.12.2016). Das Jahr 2016 erreicht eine traurige Rekordzahl. Durchschnittlich kamen demnach in diesem Jahr 14 Geflohene pro Tag im Mittelmeer ums Leben.


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Flüchtlingshilfe braucht mehr tariflich bezahltes Personal und mehr Geld, sonst sind die Aufgaben nicht zu schultern.
JOURNAL EXTRA 2015_08_ Flüchtlingsarbeit
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Zielländer von Asylsuchenden 2008-2014 - Zahlen und menschliche Schicksale dahinter von der UNHCR


Aufnahmeländer-Ranking von Flüchtlingen (links) Asylsuchende (rechts)

Herkunftsländerranking 2014


Wer "Wir schaffen das" sagt und die Grenzen öffnet, muss auch Wohnungen, Geld und Personal bereitstellen, um menschenwürdige Lebensbedingungen zu ermöglichen, Deutschkurse und Ausbildung für die Integration vorzuhalten.


Wer den Wind sät ...

Video eines Vortrages von Dr. Michael Lüders im Frühjahr 2015: Was westliche Politik im Orient (von Afgahnisten über Iran, Irak bis Syrien) anrichtet. Dr. Lüders spricht über Folgen westlicher Politik in der arabisch-islamischen Welt seit dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten des Iran Mossadegh 1954 durch CIA und MI 16, weil die iranische Regierung die iranische Ölindustrie, vorher in englischer Hand, verstaatlicht hatte. Er zeigt den "schwarzen Faden", der sich von 1954 bis heute zum sog. Islamischen Staat zieht.


Vertriebene im eigenen Land (IDPs) weltweit historisch - erschütternde Tendenz - eine Folge imperialer, kapitalistischer Globalisierung

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UNHCR Globale Trends Flüchtlinge und Asylsuchende bis 2014
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UNHCR Asylsuchende - Trends bis 2014
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