Agentur für Arbeit mit Fake Zahlen: "versorgt", "eingemündet", "nicht ausbildungsreif" - in Wahrheit haben nur 37% einen Ausbildungsplatz

"Die Statistik der Agentur für Arbeit verzeichnet für das Ausbildungsjahr 2015/16 4789 Bewerber. 96 Prozent von ihnen, so geht aus der Statistik hervor, sind „versorgt“. Wer jetzt denkt, „versorgt“ bedeute so viel wie „versorgt mit einem Ausbildungsvertrag“, liegt jedoch falsch: Das ist nur das Zauberwort, mit dem die wahren Zahlen kaschiert werden sollen. Wer einen wirklichen, echten Vertrag in der Tasche hat, ist laut Statistik-Deutsch nämlich nicht nur „versorgt“, sondern „eingemündet“.

Diese Zahl findet sich jedoch nicht in der Pressemitteilung von Anfang November, in der lediglich von den „Versorgten“ die Rede ist. Denn diese Zahl zeigt: Nur 1786 Jugendliche haben einen regulären Ausbildungsplatz. Das sind 37 Prozent und damit nur knapp mehr als ein Drittel der Bewerber.

Die anderen, also fast zwei Drittel der als „Bewerber“ bei der Agentur für Arbeit geführten Jugendlichen haben demnach keinen regulären Ausbildungsplatz. Sie gehen weiter zur Schule, nehmen an berufsvorbereitenden Maßnahmen teil oder absolvieren ein Praktikum, kurz: Sie befinden sich in der Warteschleife." TAZ Bremen 20.11.2016


Über den Verlust des kritischen Verstandes bei Wissenschaftlern. Anmerkungen zu den am 22. April geplanten Märschen für Wissenschaft

Albrecht Müller · Dienstag den 18. April 2017   http://www.nachdenkseiten.de/?p=37873

 

Wir verdanken der Wissenschaft große hilfreiche Erkenntnisse; wir verdanken einem politisch korrupten Teil der Wissenschaft, der auch unter der Flagge der Wissenschaftlichkeit segelt, gravierende politische und gesellschaftliche Fehlentscheidungen. Deshalb kann man dem pauschalen Sich-auf-die-Schuler-Klopfen, das in den Erklärungen für den sogenannten „Science March Germany“ zum Ausdruck kommt, nur schwer folgen. Wir weisen zunächst auf die programmatische Erklärung dieses Wissenschaftsmarsches und auf die deutschen Unterstützer hin und stellen dann ein paar notwendige


Und hier der Text des Aufrufs für den Marsch:
„Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, die Wertigkeit von Informationen einzuordnen. Die gründliche Erforschung unserer Welt und
die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen. Da aber der konstruktive Dialog eine elementare Grundlage unserer Demokratie ist, betrifft eine solche Entwicklung nicht nur Wissenschaftler/innen, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes.
Am 22. April 2017 werden deshalb weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. Alle, denen die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung nicht gleichgültig ist, sind eingeladen, sich an dieser weltweiten Demonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu beteiligen – nicht nur Wissenschaftler/innen!“

 

Unter der Rubrik „Unterstützer“ findet sich nahezu alles, was Rang und Namen hat. Dass so viele ohne Zusatzbemerkung und Zweifel bei so etwas unterschreiben, zeigt, wie unkritisch Teile der Wissenschaft in Deutschland sind.

Kritische Anmerkungen zum Projekt March for Science (Marsch für die Wissenschaft) und ihrem Aufruf

 

1. Wissenschaftler und Öffentlichkeit lassen sich gegen einen unbedeutenden Gegner mobilisieren und aufhetzen. Im Aufruf heißt es:
„Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen.“

Es wäre gut, es würde hier Ross und Reiter genannt. Wer ist denn gemeint mit den „Vertretern
alternativer Fakten“? Die Initiatoren des Marsches übertreiben das Leugnen wissenschaftlicher Erkenntnisse maßlos. Siehe das erwähnte Beispiel Klimawandel. Wer bestreitet das, wie viele Leute bestreiten das, welche bedeutenden Leute bestreiten in Deutschland den Klimawandel?

 

2. Die Initiatoren des Marsches für die Wissenschaft tun so, als gäbe es „alternative
Fakten“ und vorherrschende Lügen vor allem außerhalb der normalen Medien und der
normalen Wissenschaft. Das stimmt nicht:

Die Lüge zum Beispiel über die gravierenden Folgen des demographischen Wandels für die Altersvorsorge ist maßgeblich von sogenannten Wissenschaftlern, von Bevölkerungswissenschaftlern, verbreitet worden. Und von den ihnen hörigen Medien. Und diese Lügen hatten praktische, für Millionen Menschen gefährliche Folgen. Die gesetzliche Altersvorsorge wurde systematisch geschwächt, um der privaten Vorsorge ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen – mit bitteren Folgen für alle Menschen, die auf die gesetzliche Altersvorsorge angewiesen sind. Die Wissenschaft hat hier eindeutig im Interesse der Finanzwirtschaft, der Versicherungswirtschaft und der Banken gearbeitet.Es waren Institute gegründet worden, die sich mit dem demographischen Wandel befassten und es wurden in Kombination mit den Medien viele Serien der Agitation veranstaltet – immer mit dem Segen der Wissenschaft. Wer so zerstörerisch gewirkt hat, der sollte sein Haupt mit Scham verhüllen.

 

3. Die Wissenschaft war auf diesem Feld und ist es auf vielen anderen Feldern auch direkt
mit privaten geschäftlichen Interessen von großen Unternehmen und ganzen Branchen
verbunden. Es gab gemeinsame Institute von Professoren aus Universitäten mit der Wirtschaft, konkret zum Beispiel das MEA in Mannheim. Die Professoren Börsch-Supan und Raffelhüschen, Rürup und Sinn waren direkt mit privaten Interessen verbunden.

 

4. Die Wissenschaft – im konkreten Fall einige der zuvor genannten – ließ sich in Kommissionen einspannen, die die Auflösung der Sozialstaatlichkeit und die Einführung der Agenda 2010 betrieben haben. Ich erinnere an die Rürup-Kommission.

 

5. Auch andere Fehler und Schwächen der vorherrschenden Wissenschaft werden in
diesem Aufruf nicht erwähnt bzw. implizit bestritten. Sie untertreiben die Fehler und die Schwächen der vorherrschenden Wissenschaft Die sogenannte Drittmittelforschung ist das Einfallstor der inneren Korruption der Wissenschaft. Kein Wort davon in diesem Aufruf. Stattdessen tut man so, als sei die Demokratie gefährdet, weil manche Menschen oder auch manche Medien wissenschaftliche Erkenntnisse bestreiten. Das ist in der Tat nicht gut und es dient der vernünftigen Entscheidungsfindung nicht, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse in der demokratischen Willensbildung keine Rolle mehr spielen. Aber das ist um vieles weniger schädlich als der übliche Missbrauch der Wissenschaft für private und geschäftliche Interessen.

 

6. In dem Aufruf wird so getan, als seien Erkenntnisse der Wissenschaft von Bedeutung
für politische Entscheidungen. Die aktuelle deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik ist
ein Musterbeispiel dafür, dass Erkenntnisse der Wissenschaft keine Rolle spielen.
Relevant ist die Dominanz bestimmter angeblicher Erkenntnisse. Also: zum Beispiel die Erkenntnis, dass niedrige Löhne und niedrige Lohnnebenkosten gut seien für die wirtschaftliche Entwicklung hat sich durchgesetzt und wurde durchgedrückt – in einer Symbiose der herrschenden neoliberalen Mehrheitsmeinung der Ökonomen mit dem Ehrgeiz von Politikern, die mit der Rolle als Exportweltmeister für sich Reklame machen wollten und wollen. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass der Arbeitsmarkt anders funktioniert als der Kartoffelmarkt (Heiner Flassbeck) und damit kombiniert die wissenschaftliche Erkenntnis, dass man eine Währungsunion nur halten kann, wenn die
Entwicklung der Lohnstückkosten einigermaßen im gleichen Maß abläuft, spielt für die demokratische Willensbildung und die praktische Politik keine Rolle. Da kann man doch als Veranstalter eines Marsches für die Wissenschaft im Jahre 2017 nicht des Wegs kommen und so tun, als gäbe es die Krisen in Griechenland, Frankreich, Italien und in vielen anderen Ländern Europas, die in die Hinterhand geraten sind, nicht.


7. Die Mehrheitswissenschaft hat völlig verschlafen, dass es für eine Demokratie und eine
Gesellschaft höchst problematisch ist, wenn man die Verteilung von Einkommen und
Vermögen sich so auseinander entwickeln lässt, wie es in den letzten 30 Jahren
geschehen ist. Für eine solche Wissenschaft kann man doch nicht auf die Straße gehen!

 

8. Es gibt Wissenschaftler, die erkannt haben, wie gefährlich die Verringerung der Artenvielfalt werden wird. Es gibt Wissenschaftler, die erkannt haben, welche verheerenden Folgen der großflächige Einsatz von Pestiziden haben wird. Aber es gab auch die anderen Wissenschaftler, die sich für die großen Chemiekonzerne und deren Interessen einspannen ließen. Und diese haben bisher immer noch gesiegt und nicht die Wissenschaftler, die angeblich den demokratischen Prozess bestimmen und deshalb einen hilfreichen Beitrag für die Demokratie leisten.

 

Zum Schluss zitiere ich die Mail eines Lesers der NachDenkSeiten, der uns auf den March for Science aufmerksam gemacht hat. Ich verbinde das mit einem Dankeschön und der Äußerung großen Respekts für die NachDenkSeiten Leserinnen und Leser und ihre Kreativität und Aufmerksamkeit: alternative Fakten und Populismus selbst kritische Wissenschaftler in die Irre führt. ....


Die von Frank-Walter Steinmeier und vielen seiner Mitstreiter verbreiteten Unwahrheiten in einem Interview bei seiner Wahl zum Bundespräsidenten:

Auszug eines Beitrages am 15.02.2017 in den Nachdenkseiten:

  1. Selbst in dem Interview nach der Wahl zum Bundespräsidenten hat dieser eine grandiose Unwahrheit aufgetischt. Er behauptete zur Begründung der Agenda 2010, damals sei die Zahl der Arbeitslosen jedes Jahr um 500.000 gestiegen. Siehe im Interview bei Minute 6 und 15 Sekunden.

    Das ist, leider muss man das sagen, in einer zentralen Frage, die die Verantwortung des neuen Bundespräsidenten in seiner Funktion als Chef des Bundeskanzleramtes betrifft, glatt gelogen.

    Hier finden Sie die amtliche Tabelle zur Entwicklung der Arbeitslosenzahl von 1991-2008:

    Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1991-2008

    Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1991-2008

    Quelle: Statistisches Bundesamt

    Diese Tabelle ist in vieler Hinsicht interessant:

    • Die Entscheidung über die Agenda 2010 ist im Jahre 2003 getroffen worden, sie war im Jahr 2002 vorbereitet worden. Im Jahre 2003 war mit 4.376.795 Arbeitslosen gerade wieder die Arbeitslosenzahl des Jahres 1997 mit 4.384.456 erreicht. Das entsprach ungefähr der Arbeitslosenzahl des Jahres 1998, nämlich 4.280.630 – , als Frank-Walter Steinmeier mit dem neuen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Bundeskanzleramt einzog.
    • In keinem der Jahre bis zum Jahr 2003 ist die Arbeitslosigkeit um 500.000 gestiegen.
    • Sie ist zunächst einmal – ohne Agenda 2010 – zwischen 1998 und dem Jahr 2001 um rund 400.000 gesunken.
    • Dass dann zwischen dem Jahr 2001 und dem Jahr 2003 die Arbeitslosigkeit stieg – in zwei Jahren um ungefähr 400.000 – war die Folge eines Konjunktureinbruchs und des Beginns der sogenannten Sparpolitik des Bundesfinanzministers und “Sparkommissars“ Hans Eichel im Kabinett Schröder und nicht die Folge mangelnder Reformfreudigkeit, wie der neue Bundespräsident Steinmeier das heute darstellt. Damals ist die Binnennachfrage von staatlicher Seite und von Seiten der Deutschen Bundesbank massiv eingedämmt worden.

    Lassen Sie einfach mal die Passagen im Interview der ARD mit Steinmeier etwa ab der Minute 6 auf sich wirken und vergleichen Sie diese mit der oben wiedergegebenen Entwicklung der Arbeitslosenziffern. Dann haben Sie einen weiteren Beleg dafür, in welchen Kreisen Fakes verbreitet werden.
    Jedenfalls ist es sehr bedrückend, dass der neue Bundespräsident in seinem ersten großen Interview und am Tag seiner Wahl derart massive Unwahrheiten verbreitet, um das ausgesprochen unsoziale Werk der Regierung Schröder, die Agenda 2010, zu rechtfertigen.

    Wenn Steinmeier die Größe besessen hätte oder noch besitzen würde, endlich einzugestehen, dass die Agenda 2010, an der er maßgeblich mitgewirkt hat, ein Missgriff war und ein Schlag gegen jene Menschen in Deutschland, denen es nicht besonders gut geht, dann würde ich meine Kritik an diesem Bundespräsidenten sofort einstellen. Aber dieses kleine Vergnügen bereitet Frank-Walter Steinmeier uns vermutlich nicht. Schade!

    Bitte verbreiten Sie diese Tatsachen weiter. Wir dürfen dem Establishment nicht durchgehen lassen, dass diese Personen nach der Methode „Haltet den Dieb“ auf die Medien im Internet jene schlimmen und lügenhaften Methoden projizieren, die sie selbst immer wieder benutzt haben.

  2. Die von Frank Walter Steinmeier als Chef des Bundeskanzleramtes massiv propagierte und dann zusammen mit Schröder und der rot-grünen Koalition durchgesetzte Agenda 2010 gründete auf einer abenteuerlichen Behauptung des Bundeskanzleramtes in seinem im Dezember 2002 veröffentlichten sogenannten Kanzleramtspapier. Dort ist behauptet worden, die angeblich zu hohen Lohnnebenkosten seien schuld an der hohen Arbeitslosigkeit. Deshalb müssten sie gesenkt werden, zum Beispiel durch das Zusammenstreichen der Arbeitslosenversicherung.

    Wörtlich:

    „Wie schädlich steigende Lohnnebenkosten sind, zeigt die Entwicklung seit der Wiedervereinigung: 1990 betrugen die Beitragssätze zur Sozialversicherung noch 35,5 Prozent. Bis 1998 waren sie auf den historischen Höchstwert von 42 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Arbeitslosigkeit von 2,6 Mio. auf 4,28 Mio. Arbeitslose im Jahresdurchschnitt gestiegen. Die Zahl der Erwerbstätigen ging von 38,5 Mio. auf 37,2 Mio. in 1997 zurück.“

    Für diese Entwicklung waren ganz andere Faktoren von Bedeutung und einflussreich – zum Beispiel die Zinspolitik der Bundesbank und das Hin und Her der staatlichen Konjunkturpolitik. Und dennoch hat der damalige Chef des Bundeskanzleramtes und heutige Bundespräsident auf eine Monokausalität zurückgegriffen, die man nur als abenteuerlich bezeichnen kann. Und übrigens auch feindselig gegenüber der Arbeitnehmerschaft. Lohnnebenkosten sind nämlich deren Beiträge zur sozialen Sicherung und sie sind deshalb überhaupt nicht per se negativ zu betrachten.

    Die Behauptung, die hohe Arbeitslosigkeit sei eine Folge zu hoher Lohnnebenkosten ist eine typische und in den Konsequenzen weitreichende Unwahrheit, ein Fake des Establishment zulasten der abhängig Beschäftigten.

  3. Wie alle Vertreter der Agenda 2010 und der sogenannten Reformpolitik verbreitet auch der neue Bundespräsident nun die Unwahrheiten über die Erfolge beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Hunderttausende sind einfach aus der Arbeitslosenstatistik hinausgerechnet worden. Hunderttausende sind in den Niedriglohnsektor und in prekäre Arbeitsverhältnisse verschoben worden. Und dennoch wird behauptet, es gehe uns gut. Das gilt nicht annähernd für alle Menschen in Deutschland. Es wird dabei vergessen gemacht, dass es in weiten Regionen Menschen gibt, die keine Arbeit haben beziehungsweise in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und nicht mehr daraus herauskommen. Es gibt hunderttausende von Menschen, die überschuldet sind. Und die meisten Menschen, auch jene, die Arbeit haben, arbeiten unter enorm großen Stress.
  4. Ein eindeutiges Fake der etablierten Politik und Medien und der ihnen dienenden Wissenschaft waren die Behauptungen, die demographische Entwicklung sei bedrohlich und man könne das Problem nur durch eine neue oder zumindest eine ergänzende Privatvorsorge für das Alter lösen. Schon die Behauptung über die Dramatik der demographischen Entwicklung war unwahr; das Scheitern der Riester-Rente und der anderen Formen der Privatvorsorge zeigt, dass auch die angebotene Lösung ein übles und lügenhaftes Konstrukt war. Das zu erkennen, war schon damals möglich. Die NachDenkSeiten und ich selbst haben schon seit 2003 darauf aufmerksam gemacht.
  5. Für den neuen Bundespräsidenten Steinmeier beginnt die Ukraine Krise mit der sogenannten Annexion der Krim durch Russland. Er hat dies zuletzt kurz vor der Wahl zum Bundespräsidenten in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung behauptet.

    Wörtlich:

    „Es steht außer Frage, wer den Ukraine-Konflikt zu verantworten hat. Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, die Destabilisierung der Ost- Ukraine gehen auf das Konto Russlands.“

    So einfach ist die Welt und das Weltbild des Herrn Bundespräsidenten. Tatsächlich hat die Ukraine-Krise schon viel früher begonnen, spätestens mit dem Versuch der USA, die Ukraine mit 5 Milliarden $ für Propaganda und Meinungsmache zu destabilisieren. 5 Milliarden $ haben die USA in sogenannte NGOs und allerlei ideologische Aufrüstung in der Ukraine investiert. Auch die Vorgänge auf dem Maidan und der Putsch gegen den damaligen Präsidenten einschließlich der Schüsse auf dem Maidan kommen im zurechtgebastelten Weltbild des ehemaligen Außenministers und neuen Bundespräsidenten offensichtlich nicht mehr vor. Im Westen, vor allem bei der NATO und den USA wird diese Version bis heute aufrechterhalten. Weil dann die Russen an dem Konflikt schuld sind und nicht mindestens ebenbürtig, wenn nicht sehr viel mehr, der Westen.


Die Fake News des Bundesfinanzministers Schäuble

"Deutschland und den Deutschen geht es so gut wie lange nicht" (Schäuble im Spiegel)
Video in der 3sat-Mediathek:  Scobel: Die ungleiche Gesellschaft. Die Kluft zwischen Arm und Reich: Wie wirkt sich das Auseinanderfallen unserer Gesellschaft in zentralen Lebensbereichen? Verändert sich unser Gesellschaftsverständnis durch zunehmende Armut? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, u.a. auch Christoph Butterwegge.