Grobe Irreführung u. Fehlinformation im Bundestagswahlkampf der CDU:

?

Merkels Eltern hatten beide einen Hochschulabschluss, Vater Theologie, Mutter Englisch und Latein.

 

72% aller Studierenden in Deutschland haben heute Eltern mit einem höheren Abschluss, mit steigender Tendenz.

 

Richtig und empirisch nachweisbar ist:

 

Arbeitnehmerkammer Bremen mit den echten Fakten, die aufzeigen, dass nicht jede alles werden kann: Aktuell leben nahezu 17.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren in den Städten Bremen und Bremerhaven, 11.000 davon mit einem Kind. Über 90 Prozent sind Frauen. 9.800 sind als Erwerbstätige registriert, 6.600 davon arbeiten in Teilzeit. Als arbeitslos sind 3.877 Alleinerziehende erfasst. Zudem ist bekannt, dass 9.258 erwerbsfähige Alleinerziehende Leistungen nach SGB II erhalten – gänzlich oder aufstockend. Etwa 60 Prozent derer sind nicht arbeitslos gemeldet. - Die Armutsgefährdungsquote lag für Alleinerziehende in Bremen im Jahr 2012 bei 49,5 Prozent und ist auf 53,6 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. - Mehr als die Hälfte aller Bremer Einelternfamilien sind zur Sicherung ihrer Existenz auf Grundsicherungsleistungen gänzlich oder aufstockend angewiesen. Von den Alleinerziehenden-Haushalten mit zwei und mehr Kindern beziehen nahezu 70 Prozent Arbeitslosengeld II. Sich allein mit Kindern aus eigener Kraft über Wasser zu halten und die alltäglichen Ausgaben und Aufgaben des Lebens übernehmen zu können, scheint schier unmöglich. Das Land Bremen ist auch hier trauriger Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich.


Agentur für Arbeit mit Fake Zahlen: "versorgt", "eingemündet", "nicht ausbildungsreif" - in Wahrheit haben nur 37% einen Ausbildungsplatz

"Die Statistik der Agentur für Arbeit verzeichnet für das Ausbildungsjahr 2015/16 in Bremen 4789 Bewerber. 96 Prozent von ihnen, so geht aus der Statistik hervor, sind „versorgt“. Wer jetzt denkt, „versorgt“ bedeute so viel wie „versorgt mit einem Ausbildungsvertrag“, liegt jedoch falsch: Das ist nur das Zauberwort, mit dem die wahren Zahlen kaschiert werden sollen. Wer einen wirklichen, echten Vertrag in der Tasche hat, ist laut Statistik-Deutsch nämlich nicht nur „versorgt“, sondern „eingemündet“.

Diese Zahl findet sich jedoch nicht in der Pressemitteilung von Anfang November, in der lediglich von den „Versorgten“ die Rede ist. Denn diese Zahl zeigt: Nur 1786 Jugendliche haben einen regulären Ausbildungsplatz. Das sind 37 Prozent und damit nur knapp mehr als ein Drittel der Bewerber.

Die anderen, also fast zwei Drittel der als „Bewerber“ bei der Agentur für Arbeit geführten Jugendlichen haben demnach keinen regulären Ausbildungsplatz. Sie gehen weiter zur Schule, nehmen an berufsvorbereitenden Maßnahmen teil oder absolvieren ein Praktikum, kurz: Sie befinden sich in der Warteschleife." TAZ Bremen 20.11.2016


Die Zahlentrickser - das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen

Gerd Bosbach und Ko-Autor Jens Jürgen Korff (Historiker und Politologe) haben den honorigen Mainstream Produzenten von „Fake-News“ auf die Finger geschaut und dies in ihrem Buch „Die Zahlentrickser – Das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen“ nachlesbar gemacht. „Zahlentrickser“ in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, z.B. derBundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die arbeitgebernahe Denkfabrik Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), Bundesanstalt für Arbeit (BA), Meinungsforschungsinstitut Forsa, International Institute for Strategic Studies (IISS), werden entlarvt und die Leser für deren Methoden, Tricks und Kniffe sowie die dahinterliegenden Interessen sensibilisiert. Hier ein LINK zu dem neuen Buch.


Die von Frank-Walter Steinmeier und Anderen verbreiteten Unwahrheiten in einem Interview bei seiner Wahl zum Bundespräsidenten:

Auszug eines Beitrages am 15.02.2017 in den Nachdenkseiten:

  1. Selbst in dem Interview nach der Wahl zum Bundespräsidenten hat dieser eine grandiose Unwahrheit aufgetischt. Er behauptete zur Begründung der Agenda 2010, damals sei die Zahl der Arbeitslosen jedes Jahr um 500.000 gestiegen. Siehe im Interview bei Minute 6 und 15 Sekunden.

    Das ist, leider muss man das sagen, in einer zentralen Frage, die die Verantwortung des neuen Bundespräsidenten in seiner Funktion als Chef des Bundeskanzleramtes betrifft, glatt gelogen.

    Hier finden Sie die amtliche Tabelle zur Entwicklung der Arbeitslosenzahl von 1991-2008:

    Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1991-2008

    Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1991-2008

    Quelle: Statistisches Bundesamt

    Diese Tabelle ist in vieler Hinsicht interessant:

    • Die Entscheidung über die Agenda 2010 ist im Jahre 2003 getroffen worden, sie war im Jahr 2002 vorbereitet worden. Im Jahre 2003 war mit 4.376.795 Arbeitslosen gerade wieder die Arbeitslosenzahl des Jahres 1997 mit 4.384.456 erreicht. Das entsprach ungefähr der Arbeitslosenzahl des Jahres 1998, nämlich 4.280.630 – , als Frank-Walter Steinmeier mit dem neuen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Bundeskanzleramt einzog.
    • In keinem der Jahre bis zum Jahr 2003 ist die Arbeitslosigkeit um 500.000 gestiegen.
    • Sie ist zunächst einmal – ohne Agenda 2010 – zwischen 1998 und dem Jahr 2001 um rund 400.000 gesunken.
    • Dass dann zwischen dem Jahr 2001 und dem Jahr 2003 die Arbeitslosigkeit stieg – in zwei Jahren um ungefähr 400.000 – war die Folge eines Konjunktureinbruchs und des Beginns der sogenannten Sparpolitik des Bundesfinanzministers und “Sparkommissars“ Hans Eichel im Kabinett Schröder und nicht die Folge mangelnder Reformfreudigkeit, wie der neue Bundespräsident Steinmeier das heute darstellt. Damals ist die Binnennachfrage von staatlicher Seite und von Seiten der Deutschen Bundesbank massiv eingedämmt worden.

    Lassen Sie einfach mal die Passagen im Interview der ARD mit Steinmeier etwa ab der Minute 6 auf sich wirken und vergleichen Sie diese mit der oben wiedergegebenen Entwicklung der Arbeitslosenziffern. Dann haben Sie einen weiteren Beleg dafür, in welchen Kreisen Fakes verbreitet werden.
    Jedenfalls ist es sehr bedrückend, dass der neue Bundespräsident in seinem ersten großen Interview und am Tag seiner Wahl derart massive Unwahrheiten verbreitet, um das ausgesprochen unsoziale Werk der Regierung Schröder, die Agenda 2010, zu rechtfertigen.

    Wenn Steinmeier die Größe besessen hätte oder noch besitzen würde, endlich einzugestehen, dass die Agenda 2010, an der er maßgeblich mitgewirkt hat, ein Missgriff war und ein Schlag gegen jene Menschen in Deutschland, denen es nicht besonders gut geht, dann würde ich meine Kritik an diesem Bundespräsidenten sofort einstellen. Aber dieses kleine Vergnügen bereitet Frank-Walter Steinmeier uns vermutlich nicht. Schade!

    Bitte verbreiten Sie diese Tatsachen weiter. Wir dürfen dem Establishment nicht durchgehen lassen, dass diese Personen nach der Methode „Haltet den Dieb“ auf die Medien im Internet jene schlimmen und lügenhaften Methoden projizieren, die sie selbst immer wieder benutzt haben.

  2. Die von Frank Walter Steinmeier als Chef des Bundeskanzleramtes massiv propagierte und dann zusammen mit Schröder und der rot-grünen Koalition durchgesetzte Agenda 2010 gründete auf einer abenteuerlichen Behauptung des Bundeskanzleramtes in seinem im Dezember 2002 veröffentlichten sogenannten Kanzleramtspapier. Dort ist behauptet worden, die angeblich zu hohen Lohnnebenkosten seien schuld an der hohen Arbeitslosigkeit. Deshalb müssten sie gesenkt werden, zum Beispiel durch das Zusammenstreichen der Arbeitslosenversicherung.

    Wörtlich:

    „Wie schädlich steigende Lohnnebenkosten sind, zeigt die Entwicklung seit der Wiedervereinigung: 1990 betrugen die Beitragssätze zur Sozialversicherung noch 35,5 Prozent. Bis 1998 waren sie auf den historischen Höchstwert von 42 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Arbeitslosigkeit von 2,6 Mio. auf 4,28 Mio. Arbeitslose im Jahresdurchschnitt gestiegen. Die Zahl der Erwerbstätigen ging von 38,5 Mio. auf 37,2 Mio. in 1997 zurück.“

    Für diese Entwicklung waren ganz andere Faktoren von Bedeutung und einflussreich – zum Beispiel die Zinspolitik der Bundesbank und das Hin und Her der staatlichen Konjunkturpolitik. Und dennoch hat der damalige Chef des Bundeskanzleramtes und heutige Bundespräsident auf eine Monokausalität zurückgegriffen, die man nur als abenteuerlich bezeichnen kann. Und übrigens auch feindselig gegenüber der Arbeitnehmerschaft. Lohnnebenkosten sind nämlich deren Beiträge zur sozialen Sicherung und sie sind deshalb überhaupt nicht per se negativ zu betrachten.

    Die Behauptung, die hohe Arbeitslosigkeit sei eine Folge zu hoher Lohnnebenkosten ist eine typische und in den Konsequenzen weitreichende Unwahrheit, ein Fake des Establishment zulasten der abhängig Beschäftigten.

  3. Wie alle Vertreter der Agenda 2010 und der sogenannten Reformpolitik verbreitet auch der neue Bundespräsident nun die Unwahrheiten über die Erfolge beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Hunderttausende sind einfach aus der Arbeitslosenstatistik hinausgerechnet worden. Hunderttausende sind in den Niedriglohnsektor und in prekäre Arbeitsverhältnisse verschoben worden. Und dennoch wird behauptet, es gehe uns gut. Das gilt nicht annähernd für alle Menschen in Deutschland. Es wird dabei vergessen gemacht, dass es in weiten Regionen Menschen gibt, die keine Arbeit haben beziehungsweise in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und nicht mehr daraus herauskommen. Es gibt hunderttausende von Menschen, die überschuldet sind. Und die meisten Menschen, auch jene, die Arbeit haben, arbeiten unter enorm großen Stress.
  4. Ein eindeutiges Fake der etablierten Politik und Medien und der ihnen dienenden Wissenschaft waren die Behauptungen, die demographische Entwicklung sei bedrohlich und man könne das Problem nur durch eine neue oder zumindest eine ergänzende Privatvorsorge für das Alter lösen. Schon die Behauptung über die Dramatik der demographischen Entwicklung war unwahr; das Scheitern der Riester-Rente und der anderen Formen der Privatvorsorge zeigt, dass auch die angebotene Lösung ein übles und lügenhaftes Konstrukt war. Das zu erkennen, war schon damals möglich. Die NachDenkSeiten und ich selbst haben schon seit 2003 darauf aufmerksam gemacht.
  5. Für den neuen Bundespräsidenten Steinmeier beginnt die Ukraine Krise mit der sogenannten Annexion der Krim durch Russland. Er hat dies zuletzt kurz vor der Wahl zum Bundespräsidenten in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung behauptet.

    Wörtlich:

    „Es steht außer Frage, wer den Ukraine-Konflikt zu verantworten hat. Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, die Destabilisierung der Ost- Ukraine gehen auf das Konto Russlands.“

    So einfach ist die Welt und das Weltbild des Herrn Bundespräsidenten. Tatsächlich hat die Ukraine-Krise schon viel früher begonnen, spätestens mit dem Versuch der USA, die Ukraine mit 5 Milliarden $ für Propaganda und Meinungsmache zu destabilisieren. 5 Milliarden $ haben die USA in sogenannte NGOs und allerlei ideologische Aufrüstung in der Ukraine investiert. Auch die Vorgänge auf dem Maidan und der Putsch gegen den damaligen Präsidenten einschließlich der Schüsse auf dem Maidan kommen im zurechtgebastelten Weltbild des ehemaligen Außenministers und neuen Bundespräsidenten offensichtlich nicht mehr vor. Im Westen, vor allem bei der NATO und den USA wird diese Version bis heute aufrechterhalten. Weil dann die Russen an dem Konflikt schuld sind und nicht mindestens ebenbürtig, wenn nicht sehr viel mehr, der Westen.


Die Fake News des Bundesfinanzministers Schäuble und Kanzlerin Merkel

"Deutschland und den Deutschen geht es so gut wie lange nicht" (Schäuble im Spiegel)
In dem Video in der 3sat-Mediathek:  Scobel: Die ungleiche Gesellschaft werden die echten Fakten präsentiert. Die Kluft zwischen Arm und Reich: Wie wirkt sich das Auseinanderfallen unserer Gesellschaft in zentralen Lebensbereichen? Verändert sich unser Gesellschaftsverständnis durch zunehmende Armut? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, u.a. auch Christoph Butterwegge.

Kölner Silvesterdesaster 2.0

Die von Mainstreammedien verbreitete Geschichte der 2. Kölner Silvesternacht muss wohl noch umgeschrieben werden. Nun kam raus, dass es dort kaum Nordafrikaner gab, sondern (nicht übergriffige) Afghanen, Iraker, Syrer und DEUTSCHE (!). Der TAZ (13.01.2017) Kommentator Lalon Sander spricht klar von rassistischen Tendenzen:

"Wenn Kontrollen nach „nordafrikanischen Intensivtätern“ nicht nur keine Intensivtäter zum Vorschein bringen, sondern nicht einmal Nordafrikaner und stattdessen sogar Deutsche – dann dürfte klar sein, dass die Polizei kein republikanisches Verständnis von „Deutschen“ und „Nordafrikanern“ hat, sondern ein rassistisches."

Sander schlägt abschließend vor:

"Bis die Fragen beantwortet sind, bleibt nur festzustellen, dass die Kölner Polizei Aleppo nicht von Algier und Kabul nicht von Casablanca unterscheiden kann. Ihre Pressemitteilungen wären wohl eher ein Fall für de Maizieres angedachte Fake-News-Behörde."

 

Interessant in diesem Zusammenhang sind die Forschungen der Migrationsexpertin,  Prof.in Susanne Spindler. Dazu ein Interview mit ihr im Der Standard vom 26.01.2017.  Männlichkeit im Kontext von Migration wird oft als Grund für Probleme gedeutet. Sie sieht darin eine Strategie, um von Ungleichheiten und Klassenzugehörigkeit abzulenken.Indem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. Differenzen werden häufig als Belastung problematisiert, wenn es die anderen sind, oder als Diversität gepriesen, wenn es auf das Eigene bezogen ist. Stattdessen sollten wir lernen, mit Unterschieden, die gesellschaftlich vorhanden sind, umzugehen – ohne das einzelne Subjekt als patriarchal und per se problematisch zu definieren. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. Differenzen werden häufig als Belastung problematisiert, wenn es die anderen sind, oder als Diversität gepriesen, wenn es auf das Eigene bezogen ist. Stattdessen sollten wir lernen, mit Unterschieden, die gesellschaftlich vorhanden sind, umzugehen – ohne das einzelne Subjekt als patriarchal und per se problematisch zu definieren. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. Differenzen werden häufig als Belastung problematisiert, wenn es die anderen sind, oder als Diversität gepriesen, wenn es auf das Eigene bezogen ist. Stattdessen sollten wir lernen, mit Unterschieden, die gesellschaftlich vorhanden sind, umzugehen – ohne das einzelne Subjekt als patriarchal und per se problematisch zu definieren. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitSusanne Spindler: Indem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. Differenzen werden häufig als Belastung problematisiert, wenn es die anderen sind, oder als Diversität gepriesen, wenn es auf das Eigene bezogen ist. Stattdessen sollten wir lernen, mit Unterschieden, die gesellschaftlich vorhanden sind, umzugehen – ohne das einzelne Subjekt als patriarchal und per se problematisch zu definieren. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-Klassenzugehoerigkeit Indem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-KlassenzugehoerigkeitIndem wir bestimmte Probleme immer auf die Kultur und eine bestimmte Vorstellung von "der" türkischen, arabischen, muslimischen Familie verlagern, nehmen wir uns die Möglichkeit, an den Schrauben unserer Gesellschaft zu drehen. Wir müssen die Probleme wieder in einen gesellschaftlichen Rahmen zurückholen und nicht alles einer vermeintlichen Problematik von Kultur, Religion und Herkunft zuweisen. STANDARD: Worum geht es stattdessen? Spindler: Tatsächlich geht es um politische Teilhabe, um den Zugang zu Bildung, zum Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Und ganz stark geht es um die Frage von Klassenzugehörigkeit – aber darüber sprechen wir nur noch ganz wenig. - derstandard.at/2000051426905/Migrationsexpertin-Es-geht-um-Klassenzugehoerigkeit