Das Bremer Bündnis Soziale Arbeit ist ein freier Zusammenschluss von Menschen, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für soziale Gerechtigkeit engagieren.

Praktiker und Studenten*innen, Lehrbeauftragte, Hochschullehrer*innen, Berufsanfänger*innen und "alte Hasen" aus den verschiedenen Praxisfeldern Sozialer Arbeit, bzw. sozial engagierte Akteure - jede/r ist auf unseren Treffen willkommen und kann aus eigener Motivation, im Rahmen des jeweils zeitlich möglichen, mit fachlich/kritischem Sachverstand zum Gelingen beitragen. Wir führen keine Mitgliedsbücher und erheben keine Beiträge und freuen uns über Ideen und Initiativen aller Art.

 

Arbeitsbedingungen und Löhne im Sozialbereich sind miserabel (siehe hier.)   Sorge- oder Care-Berufe sind traditionell (kirchliche) Frauenberufe und deutlich unterbewertet. Ca. 2/3 der gesellschaftlich geleisteten Care-Arbeit wird von Frauen weiterhin ohne Bezahlung geleistet, was bei zunehmender Hereinnahme weiblicher Arbeitskraft in den Verwertungsprozess unter den gegebenen kapitalistischen Bedingungen zu immensem Zeitstress, Doppel- und Dreifachbelastungen, sowie Armut besonders der Einelternhaushalte führt, überwiegend Mütter. Die Folgen dieser gesamtgesellschaftlichen (Erziehungs-)Überlastung der Familien zeigen sich in expandierenden (unter der Schuldenbremse chronisch unterfinanzierten und personell unterausgestatteten) Bildungs-, Betreuungs- und Jugendhilfeangeboten. Mehr Zeit zum Leben durch Arbeitsumverteilung statt Arbeitszeitverlängerung ist das Ziel einer unterstützenswerten Bremer Arbeitszeitinitiative,  mit einer breiten Kampagne Arbeitszeitverkürzungjetzt !

Mithilfe der in Grundgesetz verankerten Koalitionsfreiheit (Artikel 9, Abs. 3) können Beschäftigte gewerkschaftliche Gegenmacht (notfalls mit Streiks) entwickeln und Verbesserungen erreichen, weshalb wir gerne mit Gewerkschaften kooperieren.

 

Die nächsten offenen Treffen:

 

Mittwoch 24.10.  18:00-20:00 Uhr  DGB Haus (GEW)

 

Mittwoch 28.11.  18:00-20:00 Uhr  DGB Haus (GEW)

 

 

 

Vorbereitung eines ganztätigen Fachtages und einer öffentlichen Aktion im März 2019 zum Schwerpunktthema:

 

SOZIALE ARBEIT UND DIE WOHNUNGSFRAGE

 


Bremer Folgeveranstaltung: #Aufstehen für soziale Gerechtigkeit und Frieden: Ende Nov. 2018. Am 15.10 gab es den Start in Bremen.

Es geht ungerecht zu: In Bremen, in unserem Land, in Europa und auch auf der großen Bühne der Weltpolitik. Profit triumphiert über Gemeinwohl, Gewalt über Völkerrecht, Geld über Demokratie, Verschleiß über umweltbewusstes Wirtschaften. Wo nur noch Werte zählen, die sich an der Börse handeln lassen, bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Dagegen stehen wir auf: für Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt, für Frieden und Abrüstung, für die Wahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Es gibt in der Bevölkerung Mehrheiten für eine neue Politik: für Abrüstung und Frieden, für höhere Löhne, bessere Renten, gerechtere Steuern und mehr Sicherheit. Für höhere öffentliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Aber es gibt keine mehrheitsfähige Parteienkoalition, die für eine solche Politik steht.

Wir sind von der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Aufbruchs überzeugt. Den Sprachlosen muss eine Stimme und den Unsichtbaren eine Bühne gegeben werden.

Wenn die Vielen sich sammeln und nicht mehr vereinzelt bleiben, dann haben sie mehr Macht als die wenigen Privilegierten. Dann können sie ihre Interessen durchsetzen und die Politik in unserem Land verändern. Dann können Sie Menschlichkeit, Frieden, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt ganz oben auf die Tagesordnung setzen. Gemeinsam für ein gerechtes Land in einem gerechten Europa! Miteinander für eine bessere Welt! Dafür lasst uns aufstehen!

 

Die offizielle Email-Adresse von Aufstehen Bremen lautet: bremen@aufstehen.de

Die Internetadresse von Aufstehen Bremen lautet: https://www.aufstehen.de/bremen


Bündnis 30% mehr Zukunft (für den Erhalt aller Jugendhäuser)

www.facebook.com/MehrZukunft

 

Offene Treffen des Bündnis 30% mehr Zukunft

Nächstes Dienstag 23. Okt um 10:30

im BDP-Haus am Hulsberg

 

Fachkräfte und Interessierte der Jugendarbeit in Bremen können sich hier fachlich austauschen, vernetzen und kollegial beraten. Themen u.a.: - Bremischer Haushalt 18/19, - "Jugendbericht" für die Stadt Bremen, - Informationen aus der AG78 und dem Jugendhilfeausschuss, - Stadtteilbudgets, - Qualitätsdialoge in der offenen Jugendarbeit, - zur sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen in Bremen.                              Mehr Infos hier und hier.


Aufruf zur Teilnahme

am Tribunal "Dressur zur Mündigkeit ?"

am 30.10.2018 im Wichernsaal (Rauhes Haus) in Hamburg

 

Es ist keineswegs so, dass mit dem Abschluss der beiden Runden Tische zur Heimerziehung in West und Ost alles zum Besten stünde – im Gegenteil: Trotz unbestreitbarer Verbesserungen gibt es eine zunehmende Tendenz der Verletzung von Kinderrechten.

 

Besonders deutlich wird diese Verletzung durch eine bislang im wissenschaftlichen und fachpolitischen Diskurs kaum beachtete, in der Praxis aber mittlerweile vorherrschende Technologie: die des „Stufen-Vollzugs“ oder des „Phasen-Modells“. Dieses Konzept – inspiriert von den Bootcamps in den USA und behavioristischen Dressurexperimenten – fußt auf entwürdigenden und stigmatisierenden Degradierungszeremonien, auch wenn findige Professionelle für deren Bezeichnung ständig neue Vokabeln finden.

 

Derartige Programme widersprechen grundlegenden Menschenrechten und sind nicht mit der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zu vereinbaren (BMFSJ 2007). Sie verstoßen gegen den gesamten Tenor der Konvention, vor allem aber gegen Art. 2: Achtung der Kinderrechte, Diskriminierungsverbot, gegen Art. 9: Trennung von den Eltern, persönlicher Umgang, sowie gegen Art. 12, in dem ausdrücklich festgehalten wird, dass die Willensäußerungen des Kindes „angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife“ zu berücksichtigen sind. Da diese Konvention in Deutschland unmittelbare Gültigkeit hat, müssen Einrichtungen, die mit derartigen Disziplinierungstechniken arbeiten, abgeschafft oder zumindest gezwungen werden, ihre Arbeitsweisen fundamental zu verändern. Diese Forderung ist allerdings durchaus umstritten. Die Befürworter von pädagogisch legitimiertem Zwang und therapeutisch begründeter Einschließung sehen darin vielmehr notwendige Interventionen, um gefährdete Kinder und Jugendliche vor ihrem eigenen, risikoreichen Verhalten zu schützen. Diese Kontroverse soll in Form eines Tribunals zugespitzt werden. Die Jury des Tribunals hört Zeugen und Sachverständige an; Anklage und Verteidigung halten Plädoyers; abschließend verkündet die Jury ihren Beschluss.

 

Programm

14:00 Uhr Begrüßung, Überblick und Einleitung

14:15 Uhr Der Sprecher der Jury, Burkhard Plemper, stellt die Jury vor

14:30 Uhr Die Anklage wird verlesen

14:45 Uhr Die Verteidigung wird verlesen

15:00 Uhr Die Befragung der Zeugen und der Sachverständigen beginnt

16:15 Uhr Pause

16:30 Uhr Die Befragung der Zeugen und Sachverständigen wird fortgesetzt

18:00 Uhr Pause

18:30 Uhr Plädoyer der Anklage

19:00 Uhr Plädoyer der Verteidigung

19:30 Uhr Pause mit Snacks / die Jury berät

20:15 Uhr Die Jury verkündet ihren Beschluss und begründet ihn

20:45 Uhr Die Zeuginnen und Zeugen haben das letzte Wort

21:00 Uhr Ende des Tribunals

 

Mitwirkende am Tribunal:

Patricia Baron (Momo, Vertretung der Straßenkinder), Prof. Dr. Helga Cremer-Schäfer (Universität Frankfurt), Sieglinde Frieß (ver.di), Prof. Hannelore Häbel (Juristin, Scherpunkt Kinder- und Jugendhilferecht), Joachim Katz (ehem. Jugendrichter), Christiane Knack-Wichmann (Anwältin), Franziska Krömer (ehem. Leiterin des Hamburger Kinder-und Jugendhilfe e.V.), Dr. med. Charlotte Köttgen (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ -Psychotherapie), Dr. Sandra Küchler (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit), Prof. Dr. Timm Kunstreich (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit), Verena Luer (Momo, Vertretung der Straßenkinder), Prof. Dr. Tilman Lutz (Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung), Sinah Mielich (Universität Hamburg), Florian Muhl (Universität Hamburg), Ibrahim Özdemir (Jurist), Prof. Dr. Friedhelm Peters (Vorstand der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen – IGfH), Burckhard Plemper (Journalist), Prof. Dr. Hajo Plewig (ehem. Richter)(angefragt), Ronld Prieß (Botschafter der Straßenkinder), Wolfgang Rosenkötter (Betroffener der Heimerziehung der 60er Jahre), Prof. Dr. Fritz Sack (Universität Hamburg), Prof. Dr. Christian Schrapper (Universität Koblenz), Helga Treeß (ehem. Leiterin der Kinder-und Jugendhilfeabteilung des Rauhen Hauses), Prof. Dr. Reinhart Wolff (Sprecher des Kronberger Kreises), Alexia Ytyfantidis (Aktionsbündnis gegen geschlossenen Unterbringung),Rolf“, „Jana“ und „Fabian“ – Jugendliche mit Heimerfahrung.

timmkunstreich@aol.com und / oder wolfgang.rosenkoetter@gmx.de


Aktionsbündnis "Menschenrecht auf Wohnen"

Treffen des Aktionsbündnisses (link hier):

Jeden 2. Montag im Monat um  17:00 Uhr. Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstr. 34.  Die nächsten Termine 2018: 

5. November    3. Dezember

 


Netzwerktreffen von Psychiatrie Kritiker*innen und Betroffenen

Netzwerktreffen des Psychiatrie-kritischen Cafés, 1x Monat 15:00 Uhr, Umsonstladen, Gastfeldstr. 104

Eine Expatienten-Selbsthilfegruppe trifft sich alle 14 Tage Dienstags immer in einer geraden Kalenderwoche um 16:00 in EXPA c/o F.O.K.U.S, Gröpelinger Heerstraße 246A.


»Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen«* Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933-1945 (in diakonischen Anstalten) - Ausstellung

Ausstellungseröffnung   So. 21.10. um 15:00 Uhr | Galerie im Park | Eintritt frei
KulturAmbulanz, Züricher Straße 40, 28325 Bremen, Telefon 0421/408-1757

Es sprechen: Anja Stahmann (Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport), Manfred Meyer (Vorstand Diakonisches Werk Bremen e.V.), Jutta Dernedde (Medizinische Geschäftsführerin der Gesundheit Nord), Gerda Engelbracht (Kuratorin der Ausstellung)

*Das Zitat ist dem handschriftlichen Lebenslauf von Helmut Bödeker entnommen. Der ehemalige "Zögling" des Ellener Hofs schrieb ihn im Jahr 1934. Auf eine Korrektur der Rechtschreibung wurde bewusst verzichtet.

 

Erstmalig zeigt eine Ausstellung (21.10.2018 - So. 24.2.2019), wie der Alltag von Bremer Jugendlichen in den Heimen der Jugendfürsorge zwischen 1933 und 1945 aussah. Die Ausstellung rekonstruiert den Heimalltag der bremischen Einrichtungen der evangelischen Jugendfürsorge in der NS-Zeit, dokumentiert das Erleben der Jugendlichen unter anderem im Ellener Hof, im Marthasheim aber auch in außerbremischen Einrichtungen, wie der Betheler Zweiganstalt Freistatt oder der Diakonissenanstalt Kaiserswerth. Die Biografien jugendlicher Mädchen und Jungen machen die dramatischen, zum Teil tödlichen Folgen der Aussonderung aus der „Volksgemeinschaft“ greifbar: die Durchführung von Zwangssterilisationen, die Deportation in Jugendkonzentrationslager und Einrichtungen der „Euthanasie“- Aktionen. Dokumente, Bilder, Filmausschnitte und Hörstationen ergänzen die Präsentation. Durch die Mitarbeit von Jugendlichen wird die heutige Situation der Jugendfürsorge lebendig. Dokumente, Bilder, Filmausschnitte und Hörstationen ergänzen die Präsentation.

 

Ausführlicher Infoflyer mit Begleitprogramm hier 

Eine Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bremen e.V.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mi - So / 11 h - 18 h   4 € / 2 €  

 

Zur Ausstellung erscheint das Buch der Autorin Gerda Engelbracht, „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“. Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945, Edition Falkenberg für
den Preis von 9,90 € (ISBN 978-3-95494-160-5).

 

Führungen für Schulklassen und Gruppen: Mit unseren Junior-Guides können Schulklassen nach Absprache eine exklusive Führung buchen. Die Jugendlichen, Schüler*innen der Albert-Einstein-Schule, haben sich im Rahmen ihrer Ausbildung zum Guide intensiv mit dem Thema „Jugendfürsorge im Nationalsozialismus“ auseinandergesetzt und selbständig ein Führungskonzept entwickelt.
In Kooperation mit Demokratisch Handeln und LIS
Öffentliche Führungen →So 28.10., 11.11., 9.12. 2018 // 13.1., 10.2., 24.2.2019 // 15:00 Uhr // 5,- €/2,50 € zzgl. Eintritt →Weitere Termine nach Absprache // 50 € je Gruppe (max. 20 Personen) zzgl. Eintritt

 

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

 

Erbkrank oder erziehbar? Heimerziehung und Jugendhilfe im Nationalsozialismus
Vortrag Do 1.11.2018 // 19:00 Uhr Haus im Park // Eintritt frei

mit Prof. Dr. Carola Kuhlmann, Erziehungswissenschaftlerin, Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum

 

Verschwiegene Gewalt - Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in den stationären Hilfen der Gegenwart
Vortrag Do 4.12.2018 // 19:00 Uhr Haus im Park // Eintritt frei

mit Friederike Lorenz (vor ihrem Wechsel nach Berlin in unserem Bündnis engagiert)

M.A., Erziehungswissenschaftlerin und Sozialarbeiterin, FU Berlin
Machtmissbrauch und Gewalt durch Mitarbeiter*innen in der Heimerziehung sind kein historisch überwundenes Thema, sondern ein andauerndes Problem, das sich regelmäßig anhand öffentlich werdender Fälle zeigt. Der Beitrag spannt den Bogen zur Gegenwart anhand einer Studie zu einem aktuellen Fall. In diesem hat ein für zwei Wohngruppen der stationären Eingliederungshilfe zuständiges Team über mehrere Jahre hinweg systematisch Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie Gewalt und Machtmissbrauch in der gegenwärtigen Heimerziehung legitimiert werden und wie dabei ein Verschweigen der Gewalt in organisationalen Praktiken vollzogen wird.


Workshop: "Kritik der Profit orientierten, bzw. Drittmittel abhängigen dualen Studiengänge Soziale Arbeit" - auf dem Bundestreffen der Arbeitskreise kritische Soziale Arbeit (AKS) in Leipzig am 17. November

Workshop (Präsentation, AG´s und Diskussion) am Samstag den 17. Nov. von 14 - 17 Uhr auf dem AKS Regionalgruppen-Bundestreffen in Leipzig:

 

"Kritik der Profit orientierten, bzw. Drittmittel abhängigen dualen Studiengänge Soziale Arbeit"
Grassierender Wildwuchs an öffentlichen und Profit orientierten dualen ("dienstherreneigenen") Studiengängen Soziale Arbeit angesichts von eklatantem Arbeitskräftemangel - Was ist davon zu halten ? Zunehmende Dominanz unternehmerischer Hochschulstrukturen - Wo bleibt die Freiheit der Lehre ?  Zur Kritik an der zunehmenden Privatisierung von Hochschul-Ausbildung am Beispiel Soziale Arbeit. Mit Rodolfo Bohnenberger (Bremen) und Nicolas Grießmeier (München)

 

Anmeldungen für das Regionalgruppen-Bundestreffen der AKS (Arbeitskreise Kritische Soziale Arbeit) in Leipzig, Freitag 16.11. ab 17 Uhr bis Sonntag 18.11.2018 bis ca. 13:30 Uhr, an der HTWK:

bis 14.10.2018 über folgende Mail-Adresse: aks.bundestreffen2018.leipzig@gmail.com


Arbeitszeitverkürzung zwischen Utopie und wirklicher Bewegung

Donnerstag 14. Februar 2019, 19:30 Uhr   Villa Ichon, Goetheplatz

 

Was Karl Marx vor 150 Jahren als Bedingung für das Reich der Freiheit bezeichnet hat, ist aktuell wieder Gegenstand wirklicher Bewegungen. Die IG Metall hat in ihrem jüngsten Tarifkampf die 28 Stunden - Woche als Option erstritten, wenn auch nur auf maximal 2 Jahre begrenzt und ohne Lohn- und Personalausgleich. In Göteborg wurde für Beschäftigte verschiedener Betriebe der 6-Stundentag mit vollem Lohnausgleich eingeführt. Was Arbeitszeitverkürzung zwischen diesen beiden Polen heute, im Jahr des 100. Geburtstags des 8-Stundentags, bedeutet, warum wir sie brauchen und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit sie wirklich emanzipatorisch wirkt, wollen wir an diesem Abend gemeinsam diskutieren.

 

Margareta Steinrücke, Arbeits- und Geschlechtersoziologin, aktiv in der attac-AG ArbeitFairTeilen und Koordinatorin der Initiative "Arbeitszeitverkürzung jetzt!"


(Landes)JugendHilfeAusschuss JHA (öffentlich)

Die Verwaltung des Jugendamts setzt die Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses um.

§ 71 SGB VIII: "(1) Dem Jugendhilfeausschuss gehören als stimmberechtigte Mitglieder an 1. mit drei Fünfteln des Anteils der Stimmen Mitglieder der Vertretungskörperschaft des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe [Jugendamt] oder von ihr gewählte Frauen und Männer, die in der Jugendhilfe erfahren sind, 2. mit zwei Fünfteln des Anteils der Stimmen Frauen und Männer, die auf Vorschlag der im Bereich des öffentlichen Trägers wirkenden und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe von der Vertretungskörperschaft gewählt werden; Vorschläge der Jugendverbände und der Wohlfahrtsverbände sind angemessen zu berücksichtigen.  (2) Der Jugendhilfeausschuss befasst sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe, insbesondere mit 1. der Erörterung aktueller Problemlagen junger Menschen und ihrer Familien sowie mit Anregungen und Vorschlägen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe, 2. der Jugendhilfeplanung und 3. der Förderung der freien Jugendhilfe."

Ein paar Jahre hat der Bremer Jugendring über diese Online Quelle, Tagesordnung, Protokolle und Dokumente aus dem JHA bereitgestellt, leider meist mit zeitlicher Verzögerung, so dass es für "Nicht- Insider" nicht möglich war, sich im vorhinein auf bestimmte Themen vorzubereiten. Da die Stadt Bremen es nicht für nötig hält, dafür entsprechende Mittel bereitzustellen, wurde dieser Service ab März 2018 ersatzlos eingestellt, ohne dass dies öffentlich debattiert worden wäre.  Es wäre Aufgabe der im Jugendhilfeausschuss vertretenen Mitglieder, diesen online Service  zu gewährleisten, der dem in Sonntagsreden proklamierten Anspruch an Partizipation der Bremer Jugend an den sie betreffenden Angelegenheiten nachkommt. Davon ist zur Zeit leider nichts erkennbar ?! Wollen die nicht direkt von Kindern, Jugendlichen und Familien gewählten "Vertreter*innen"  ungestört im "stillen Kämmerlein" vor sich hintagen und beschliessen? Über diesen link kommt ihr zu einer Liste der aktuellen Mitglieder des JHA, wenn ihr sie daran erinnern wollt, dass der Ausschuss nicht ohne Grund JUGENDhilfeausschuss heißt und nicht Regierungshilfeausschuss, Parteienhilfeausschuss oder FreieTrägerhilfeausschuss.

Donnerstag 25. Oktober 14:30 Uhr

Donnerstag 22. November 14:30 Uhr LJHA

(Ort meist: Senatorin für Kinder und Bildung, Rembertiring 8 - 12, Raum 120/122)


Deputation für Soziales und Jugend ... (öffentlich)

Online-Archiv mit Protokollen und Dokumenten der DEPU: link - Deputationen werden von der Bremischen Bürgerschaft sowohl auf Landesebene als auch für den städtischen Bereich eingesetzt. Deputationen sind Verwaltungsausschüsse zur Kontrolle der Behörden des Landes und der Stadtgemeinde Bremen. Im Gegensatz zu reinen Parlamentsausschüssen gehören ihnen auch Senatsvertreter und Bürger an, die nicht Bürgerschaftsabgeordnete sind, aber vom Parlament gewählt werden. Die bremischen Deputationen bilden eine verfassungsrechtliche Besonderheit, nachdem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Bourgeois gegenüber dem Feudalsystem mehr Beteiligung einforderten. Über diesen link kommt ihr zu einer Liste der aktuellen Mitglieder der DEPU SuJ

 

01.11.2018               15:15 Uhr

06.12.2018              15:15 Uhr

17.01.2019              15:15 Uhr

21.02.2019              15:15 Uhr

21.03.2019              15:15 Uhr

02.05.2019             15:15 Uhr

 

Ort: (wechselnd) meist:  Kapitel 8, Domsheide, oder Börsenhof A, Eingang Marktstraße, Raum 416


Deputation für Kinder ... (öffentlich)

Nachdem die SPD in einem beispiellosen Koalitionsgeschacher 2015 mit einer absurden "Amputation" des Kinderbereichs (Krippen und KiTas) aus dem Ressort Soziales die im Bundesgesetz vorgesehene Einheit der Kinder- und Jugendhilfe beendet hat und Kinder ins Bildungsressort verschoben hat (schon 1-Jährige sind zu "bildendes" Humankapital?), werden alle Angelegenheiten die Kindertagesbetreuung betreffend in Extra Sitzungen im Bildungsressort verhandelt. Der Jugendhilfeausschuss ist parallel aber ebenfalls gesetzlich zuständig und beklagt, dass die Bildungsbehörde sich dort (wie vorher die Sozialbehörde) der Diskussion stellen muss. Online-Archiv mit Protokollen und Dokumenten der DEPU Kinder: Über diesen link kommt ihr zu einer Liste der aktuellen Mitglieder der DEPU Kinder

 
17.10.2018              15:00 Uhr

28.11.2018              15:00 Uhr

16.01.2019              15:00 Uhr

19.02.2019             15:00 Uhr

03.04.2019             15:00 Uhr

 

Ort: meist  Sitzungssaal 120 der Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Rembertiring 8-12


Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz ... (öffentlich)

Dieser Ausschuss ist insofern für die Soziale Arbeit von Bedeutung, als hier mit entschieden wird über die Ausgestaltung der Studiengänge Soziale Arbeit und Sozialpädagogik im Lande Bremen (zur Zeit nur an der Hochschule Bremen mit nur 107 Studienanfängerplätzen). Der Universitätsstudiengang Sozialpädagogik wurde skandalöserweise 2005 geschlossen, was den heutigen Fachkräftemangel mit befeuert hat. Er müsste wiedereröffnet werden.

Tagesordnungen über diesen Link

Mi, 17.10.2018 14:30 Uhr

Mi, 28.11.2018 14:30 Uhr

Mi, 19.12.2018 14:30 Uhr

Mi, 16.01.2019 14.30 Uhr
Mi, 06.02.2019 14.30 Uhr

Mi, 06.03.2019 14.30 Uhr

Mi, 03.04.2019 14.30 Uhr

 

Ort: meist Börsenhof A  28195 Bremen, Raum 416


Bremische Bürgerschaft Stadt und Land (öffentlich)

 Online-Archiv mit Protokollen und Dokumenten der Bürgerschaft

Audio- und Video-Mitschnitte vergangener Plenarsitzungen im Video-Archiv

 

06.11.18 | 14:00   43. Sitzung Stadtbürgerschaft

07.11.18 - 08.11.18 | 10:00 - 18:00   71. u. 72. Sitzung Land

 

22.01.19 | 14:00   44. Sitzung Stadtbürgerschaft

23.01.19 - 24.01.19 | 10:00 - 18:00   73. u. 74. Sitzung Land

 

26.02.19 | 14:00   45. Sitzung Stadtbürgerschaft

27.02.19 - 28.02.19 | 10:00 - 18:00   75. u. 76. Sitzung Land

 

26.03.19 | 14:00   46. Sitzung Stadtbürgerschaft

27.03.19 - 28.03.19 | 10:00 - 18:00   77. u. 78. Sitzung Land